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SOZIALE GERONTOLOGIE DIE STELLUNG DER SENIOREN IN DER GESELLSCHAFT1. Grundlegende Fragen eines Zusammenhangs von Ökonomie und Gerontologie 1.1. Vorbemerkung Sozialökonomie ist die Ökonomie sozialwissenschaftlicher Richtung in interdisziplinärquerschnittswissenschaftlicher Absicht. In letzter Zeit wurde und wird das Thema Altern immer mehr zu einem Bestandteil der Ökonomie, zum Beispiel beim Immobilien und Wohnungsmarkt. Generell ist, für die sozialökonomische Analyse des Alterns, das Einkommen von sehr großer Bedeutung. 1.2. Normative Bezugnahme Sehr wichtig für das alterssozialpolitische Leitbild, ist das Leitbild der selbständigen Lebensführung bis ins hohe Alter, gekoppelt an die selbständige Haushaltsführung. So geht es bei der Sozialökonomie des Alterns also primär um die Klärung der infrastrukturellen Voraussetzungen gelingenden Alterns. Altern gelingt dann, wenn die personale Autonomie bis in das hohe Alter hinein möglichst realisiert werden kann, indem die Sozial- und Gesellschaftspolitik Optionsräume eröffnet, und die Person in der Lage ist, diese entsprechend subjektiver Sinnentwürfe auch zu nutzen. 1.3. Lebenslagen und personale Existenz Lebenslagen sind Handlungsspielräume, die Individuen zur Entfaltung ihrer personalen Lebensentwürfe haben, wobei der Handlungsraum als Interaktion von personalen Handlungskompetenzen definiert wird. Betont wird die Person Umwelt Interaktion, um die Konstruktionsprozesse vom personalen Selbst herzustellen. Nun folgt die
Analyse der üblichen ökonomischen Verahaltenstheorie, die einem dualistischen
Erklärungsmodell nachgebildet ist. Präferenz einerseits und Restriktionen
andererseits bestimmen das Verhalten rationaler Akteure. So kann der Rückgriff
auf die moderne Theorie Opportunitätskosten, etwa bei der Entscheidungsfindung
erwerbsfähiger Frauen bei Auftreten von intra familiärer Pflegebedürftigkeit,
zielführend sein. Die Lebenseinkommenshypothese der Ökonomie ist ein Teil einer Theorie der rationalen Planung von Sparen und Entsparen unter Unsicherheit und Restriktionen. Verrentung ist somit eine rationale individuellen Entscheidung, wenn auch vorgeprägt durch Bedingungen, wobei dieses Modell begrenzte Emprirische Evidenz hat. Objekttheoretisch gesehen konzentriert sich die Analyse auf die Verteilung ökonomischer Determinanten von Lebenslagen älterer Menschen. Beispielsweise fungieren Wohnverhältnisse als Determinanten der Institutionalisierung alter Menschen. Ökonomisch kommt die Marktlage wie auch die Lebenslageneffekte der Sekundärverteilung durch Wohlfahrtspolitik und sozialstaatliche Regime zum Zuge. So bestätigen Studien, dass die Rückläufigkeit des relativen Anteils älterer Menschen an der Armutspopulation in Europa nicht nur Folge des erhöhten Verarmungsrisikos jüngerer Haushalte, sondern auch ein Effekt der effektiven Pensions- und Wohlfahrtspolitik für die Alten ist. Dennoch ist Armut im Alter etwas in Italien und Großbritannien ein großes Problem. Gerontologisch gesehen ist zu erwähnen, dass materielle Sicherung die Entwicklung fördern aber nicht sichern kann. Materielle Sicherung, und sogar hohe finanzielle Ressourcen garantieren keine personale Entwicklung bis ins hohe Alter, da Entwicklung nicht nur von Kontext- Merkmalen beeinflusst ist. Personale Entwicklung ist Resultat einer Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt.
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