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Soziale Gerontologie die Stellung der Senioren in der Gesellschaft

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7.3.           Zur demographischen Entwicklung

Die demographische Entwicklung (in Deutschland) ist durch folgende „Trends“ geprägt:

  • Die Lebenserwartung der Menschen steigt, und damit auch die Zahl der älteren Personen
  • Durch die ständig schrumpfenden Geburten pro Frau, wird die Bevölkerung immer weiter zurückgehen und altern
  • Durch die steigende Anzahl von Zuwanderern wird jedoch dieses Geburtendefizit ausgeglichen.

Für die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme ist jedoch die demographische Entwicklung weniger bedeutsam als die Höhe und die Altersstruktur des Erwerbspersonenpotentials. Das Erwerbspersonenpotential umfasst alle Personen im erwerbstätigen Alter, die in der Lage und willens sind einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

7.4.           Aus der demographischen Entwicklung erwachsende Risiken für die sozialen Sicherungssysteme

Hier lassen sich drei Risikobereiche identifizieren.

  • Die Verschlechterung der Beziehung zwischen Beitragszahlern zu Leistungsempfängern
  • Die Zunahme von Bevölkerungsgruppen mit einem erhöhten Leistungsbedarf
  • Längerer Leistungsbezug infolge der weiter steigenden Lebenserwartung

Verschärft wird diese Problematik durch den medizinischen Fortschritt. Das bedeutet nun für die Krankenkassen zweierlei:

            Zum einen steigen die Krankheitskosten, wenn neue Therapien für die Behandlung altersbedingter Krankheiten entwickelt werden, und diese sich außerdem lebensverlängernd auswirken. Zum anderen ist eine Steigerung der Folgekosten zu erwarten, da die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigen wird.

            Die demographische Entwicklung ist jedoch nur eine Komponente des Problems, weshalb man die künftige Finanzlage der sozialen Sicherungssysteme nicht nur darauf reduzieren darf. Die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur erfordern besondere Aufmerksamkeit, um rechtzeitig langfristige Maßnahmen ergreifen zu können. Diese langfristig angelegten Maßnahmen sind jedoch erforderlich, um zu gewährleisten, dass der Finanzierungsbeitrag und die Inanspruchnahme von Leistungen des Alterssicherungssystems in Einklang stehen, da sie zeitlich weit auseinander liegen.

            Neben den ökonomischen Einflussfaktoren sind zudem Entwicklungen von Bedeutung, die man unter dem Begriff „Wertewandel“ zusammenfassen kann. Hier spielt die Veränderung von Familienstrukturen eine große Rolle. Denn in Form des Zusammenlebens ist nicht nur für die Alterssicherung von ausschlaggebender Bedeutung, sondern auch die Versorgung bei Krankheit und bei Hilf-, und Pflegebedürftigkeit. Im Bereich der Alterssicherung ist auch die Stabilität partnerschaftlicher Beziehungen und die Entwicklung neuer Formen des Zusammenlebens von großer Bedeutung. Relevante Fakten für die Sozialversicherung ergeben sich auch daraus, dass traditionelle Familien immer häufiger von nichtehelichen und oft auch kinderlosen Beziehungen abgelöst werden. Auch die zunehmende Zahl von Scheidungen stellt ein Problem für die soziale Sicherung dar, da oftmals ein Ehepartner (meistens die Frau) über keine ausreichende Alterssicherung verfügt. Erschwerend kommt auch hinzu, dass eine Integration in den Arbeitsmarkt nach längerer Berufsunterbrechung sehr schwierig sein kann.

 

  
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