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7.5. Ablösung des Umlageverfahrens durch eine steuerfinanzierte Grundrente und eine private Altersversorgung nach dem Kapitaldeckungsverfahren Es wir häufig der Vorschlag gebracht vom Umlageverfahren auf ein demographieunabhängiges Verfahren zu wechseln. Die wichtigsten Gründe hierfür sind:
Gegen das Kapitaldeckungsverfahren ist jedoch einzuwenden, dass es ebenfalls nicht ganz demographiesicher ist, da der Erfolg dieses Systems davon abhängt ob · und in welchem Maße die Bevölkerung wächst, oder schrumpft
Weiters ist einzuwenden, dass sobald es zu einem rückläufigen Neugeschäft kommt, der angesammelte Kapitalstock abgeschmolzen werden muss, wodurch ein solches Kapitaldeckungsverfahren auch nicht demographie-immun ist. Daraus ist nun zu erkennen, dass der Unterschied zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren auf mikroökonomischer Ebene (auf der Ebene der Einzelpersonen) gesamtwirtschaftlich nur eine sehr geringe Bedeutung hat. Daher kann kein Versicherungs-, bzw. Pensionssystem, überleben, wenn die Gesamtausgaben längerfristig höher sind als die Gesamteinnahmen. Somit können starke demographische Veränderungen durch kein Finanzierungsmodell behoben werden (finanziell). Ein weiteres Problem ergibt sich dann, wenn man es wollte, bei der Umstellung vom Umlageverfahren auf Kapitaldeckungsverfahren. Durch die in der Vergangenheit geleisteten Beitragszahlungen wurden Pensionsansprüche nach dem bestehenden Umlageverfahren erworben, die auch nach der Umstellung (dann allerdings steuerfinanziert) noch befriedigt werden müssten. Die daraus für die Arbeitnehmer entstehenden Lasten würden wesentlich größer sein, als die im alten System, selbst bei solch pessimistischen demographischen Annahmen, wenn dieses weitergeführt wird.
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