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Soziale Gerontologie die Stellung der Senioren in der Gesellschaft

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8.1.3.     Mitwirkung in den politischen Parteien

Die Zusammensetzung der Parteimitgliedschaften hat sich ebenfalls zugunsten der älteren Personen hin entwickelt. Die Altersentwicklung der Parteimitglieder ist nicht nur ein Zeichen des Alterns der Gesellschaft, sondern auch Ausdruck der abnehmenden Attraktivität der Parteimitgliedschaft. Daher versuchen die „Parteistrategen“ einerseits die Parteien für die Jüngeren attraktiver zu machen, und andererseits sich mehr um die Älteren zu „kümmern“, wodurch die Parteien versuchen sich dem demographischen Trend anzupassen.

8.1.4.     Ausschluss der Älteren?

Im Gegensatz zum steigenden Anteil der älteren Personen ist, anhand einer Untersuchung, festgestellt worden, dass der Anteil der älteren Bürger in Führungsgremien und Organisationen zurückgeht. Durch diese Entwicklung im Verhältnis zur demographischen Entwicklung sind die Senioren immer mehr unterrepräsentiert. Bei dieser Entwicklung ist jedoch nicht klar ob der Rückgang der Personen über 60 Jahren bei Funktionsträgern erzwungen oder freiwillig erfolgt. Die Unterrepräsentanz Älterer muss jedoch nicht zwangsläufig für ein Defizit in der Vertretung der Interessen dieser Gruppe bedeuten. Generell kann man jedoch sagen, dass Ältere überwiegend den Verbänden und Organisationen angeschlossen bleiben, denen sie schon als Erwerbstätige angehörten, wofür Gewerkschaften ein gutes Beispiel darstellen. Auch nach Beendigung des Erwerbslebens bleiben die Gewerkschaftsmitglieder ihrer Organisation überwiegend treu.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten der Senioren in den Gewerkschaften bilden regelmäßige Veranstaltungen mit Vorträgen und Diskussionen. Im Vordergrund steht hier meist der Wunsch das Engagement, welches bereits vor dem Ruhestand bestanden hat, aufrecht zu erhalten.

Die fehlende Repräsentanz und der Mangel an Mitwirkungsmöglichkeiten Älterer werden besonders in den für sie wichtigen Einrichtungen der Sozialen Sicherung deutlich. In den Organen der Pensionsversicherung sind die Pensionisten ebenso wenig als Gruppe vertreten wie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hier werden vor allem die Interessen der Beitragszahler berücksichtigt. Die Gewerkschaften entsenden ebenfalls keine Vertreter aus den Reihen der Senioren. Diese haben in Deutschland sogar Altersgrenzen eingeführt, nach deren Überschreitung man sich nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen kann.

  
Praktische Theologie des Alterns (Praktische Theologie Im Wissenschaftsdiskurs)
Siehe auch:
Im Alter neu werden können: Evangelis...
Aging - Anti-Aging - Pro-Aging: Altersdiskurse in...
Alter - Schicksal oder Gnade?: Theologi...
Altersverwirrte Menschen seelsorgerlich begleit...
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