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Soziale Gerontologie die Stellung der Senioren in der Gesellschaft

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1.4.           Abgrenzung zu volkswirtschaftlichen Analysen

Altern wird hier nicht nur makroökonomisch thematisiert, sondern man fasst hier Altern als Prozess auf, wodurch eine ökonomische Analyse von Interesse ist. Dabei sind die Zusammenhänge zwischen Bevölkerungsentwicklung, Transformation der Altersstruktur von Entwicklung sehr wichtig. Ökonomisch wichtig ist auch die Altersgrenze im Zusammenhang mit der Veränderung des Arbeitsangebotes von Belang, da zum Beispiel durch die Veränderung der Altersstruktur der erwerbstätigen Bevölkerung Veränderungen in der Produktivität eintreten. Die darauf folgenden volkswirtschaftlichen Wirkungen der demographischen Entwicklungen sind dann Thema der Ökonomie. Wichtig sind weiters die ökonomischen Effekte, die von demographischen Veränderungen auf einzelne Sozialleistungssysteme ausgehen: Altersstruktureffekte der Krankenhausinanspruchnahme, oder die Medikamentalisierungsentwicklung. Diese Effekte haben Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme, und sind daher von engerem Interesse.

1.5.           Konzeptionelles Zwischenfazit

Das spezifische Erkenntnisinteresse der ökonomischen Wissenschaft geht in dem Beitrag der Ökonomie für die Gerontologie ein: Welche institutionellen Arrangements (Begriff der Wohlfahrtsökonomik) können gefunden werden, um knappe Ressourcen, entsprechend der Notwendigkeit der betroffenen Haushalte, zu lenken?

Die Sozialpolitik muss sich als Ziel setzen die personale Identität und die Autonomie alter Menschen zu sichern: Daher ist zusammengefasst die Aufgabe der Sozialpolitik alten Menschen die infrastrukturellen Möglichkeiten zu schaffen sich in der Gesellschaft zu „integrieren“ und autonom handeln zu können.

Diese Integration ist in Europa dennoch nur bedingt möglich, da die Situation der alten Menschen sehr unterschiedlich ist. Generell sollte man die Aspekte des Problems der Altenpflege in Europa vergleichend betrachten.

Dabei ist jedoch ein Aspekt in ganz Europa gleich, nämlich der, das sich die gesamte europäische Sozialpolitik die Frage stellt, mit welchen Maßnahmen man bewerkstelligen kann, dass alte Menschen autonom bis an ihr Lebensende leben können. Der darauf bezogene Entwicklungsstand in Europa kann auf drei verschiedene Gruppen aufgeteilt werden: An erster Stelle liegen die skandinavischen Länder, während die dies betreffende Situation in Südeuropa, inklusive Irland, wesentlich schlechter ist. Die mitteleuropäischen Länder gehören in diesem Vergleich der zweiten Gruppe an. Die Einordnung in diese Gruppen geht aus mehreren Kriterien hervor:

 

  • Anzahl der Versorgten im Heim- und ambulanten Sektor
  • infrastrukturelle Kriterien, bzw. Koordination der Dienstleistungen
  • Höhe der Sozialabgaben, und anderer öffentlicher Abgaben
  • Anteil der Frauen am Arbeitsmarkt, gemessen an der erwerbstätigen Bevölkerung
  • %-Zahl der Ein-Personenhaushalte, bzw. Durchschnittsgröße der Mehrpersonenhaushalte

  
Gerontologie und Gerontopsychiatrie: lernfeldorientiert
von Ulrike Marwedel
Siehe auch:
THIEMEs Altenpflege
Altenpflege konkret Gesundheits- und Krankheitslehre
Prüfungsbuch Koch/ Köchin: Prüfungsbereiche Te...
Beschäftigung und Aktivitäten mit alten Mensch...
Krankheitslehre / Altenpflege professionell
Rechtskunde: Das Recht der Pflege alter Menschen
 
   
 
     
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