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8.3.2. Die Grauen Panther Der Seniorenschutzbund Graue Panther, der über ca. 20000 Mitglieder und 220 Außenstellen verfügt, ist die exponierteste Gruppe innerhalb der Altenbewegung. Die Grauen Panther machten besonders dort auf sich aufmerksam, wo durch spektakuläre Arbeit an Skandalen Not gelindert werden konnte. Da generell der Wert der Gerechtigkeit bei alten Menschen höher ist als bei jungen, versucht diese Organisation genau damit zu punkten. Durch Skandalisierung der Diskriminierung älterer Menschen erregt diese Gruppe immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit für die soziale Lage und die Rechte älterer Menschen. Bei den grauen Panthern kann man auch von einer Fluchtbewegung aus dem Alter heraus sprechen, der eine heftige Aversion gegen eine traditionelle Rollenzuschreibung zugrunde liegt. Diese Gruppierung versucht auch eine Kontrastatmosphäre zum Klischee des verbitterten Alten zu schaffen indem in der Gruppe ein familiäres Miteinander herrscht. Hierbei ist ein Sprüchekult entstanden, der mit Sprüchekulten von Jugendkulturen zu vergleichen ist. Diese Art der Gemeinschaft löst aber für die Älteren auch das häufig auftretende Problem der Isolation im Alter. 8.3.3. Die Seniorenvertretung und Seniorenbeiräte Die Seniorenbeiräte sind eine freiwillige Einrichtung der Kommunen, die der Mitwirkung der Älteren in altersspezifischen Angelegenheiten dienen soll. Neben einer Reihe positiver Einschätzungen der alterspolitischen Funktion von Seniorenvertretungen existieren auch einige Untersuchungen, welche ihre Legitimation bezweifeln und diese einer symbolischen Politik verdächtigen, welche mehr der kommunalen Verwaltung als den älteren Menschen selbst nützt. Im Gegensatz zum expressiven Handlungstyp, welchen die Grauen Panther verkörpern, herrscht in der Praxis der Seniorenvertreter eine instrumentelle Orientierung vor. Weiters zeichnet es die Seniorenvertreter aus, im persönlichen Auftreten und in den eigenen Forderungen auf Radikalität bewusst zu verzichten und die Politik in gemäßigten Bahnen verlaufen zu lassen.
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