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Im März 1939 wurde der Plan zum Deutschen
Volksschutz vorgelegt, welcher einen gänzlichen Umbau der Krankenversorgung
und der Alterssicherung bewirken sollte, jedoch durch ungelöste
Finanzierungsprobleme auf Ablehnung stieß. Im Februar 1940 wurde Robert Ley von
Hitler persönlich beauftragt, den Plan einer neuen Altersversorgung auszuarbeiten.
Das Versorgungswerk des Deutschen Volkes wurde als genauer Plan schon im
November 1940 vorgelegt. Die Finanzierung sollte durch eine einkommensabhängige
Sondersteuer erfolgen. Die Leistungen des Versorgungswerkes standen insofern
unter einem Vorbehalt, dass sie nur erbgesunden, wertvollen Volksgenossen
gewährt wurden, und bei jeder Art von volksschädlichem Verhalten verweigert
oder zurückgenommen werden konnten. Das bedeutete, das die berechtigten
Volksgenossen bis ins hohe Alter hinein arbeitswillig sein mussten! Die
Förderung der Arbeits- und Leistungsbereitschaft galt als besonders wichtiges
Ziel in jeder Sozialpolitik im Krieg. Jedoch wurden diese Diskussionen 1942 von
Hitler selbst gestoppt, und die Pläne blieben nur Papier.
Im Deutschen Reich gab es jedoch etwas
4.500 Altersheime, wobei ca. 1000 davon Pflegeheime waren. Für die 3.500 reinen
Altersheime wurden etwas 140.000 Plätze geschätzt. Der Grund für die Erbauung
solcher Altersheime war jedoch nicht die Absicht alleinstehenden Menschen im
Alter zu helfen, sondern inwieweit sich der Bau von Altersheimen, mit
nachfolgender Übersiedlung, auf den allgemeinen Wohnungsmark auswirken würde.
6.
Sozialpolitik ab 1945
6.1.
Was ist Sozialpolitik für ältere Menschen
Es gibt zwei verschiedene Bereiche: einmal
wird Sozialpolitik als wissenschaftliche Disziplin angesehen, und zum Anderen
als reale Praxis. Der letztere lässt sich wiederum in drei Teile untergliedern:
Sozialpolitik als klassisch-historische
Schutzfunktion, bei der vor allem die Arbeitnehmer und deren Familien geschützt
werden sollen. Zweitens wird diese als Orientierung von Gesellschaftspolitik
gesehen, so dass das Ziel die Gestaltung von sozialen Lebensverhältnissen ist.
Hierbei gibt es mehrere politische Ansätze. Zum Beispiel den Abbau von sozialen
Ungleichheiten. Und drittens wir der ökonomische Aspekt, der
Produktivitätsbeitrag durchleuchtet.
Praktische Sozialpolitik für ältere Menschen:
Praktische Sozialpolitik bedeutet, Maßnahmen zu
setzen um die defizitären Lebenssituationen der alten Menschen gezielt zu
verbessern. Ganz im Gegensatz zu früher, bedeutet Sozialpolitik heute, auch die
immateriellen Bedürfnisse der älteren Generation zu befriedigen. Dazu gehören
zum Beispiel Versorgungs- und Infrastrukturmaßnahmen. Diese Maßnahmen gehen über
die sogenannte Altenhilfepolitik hinaus, die sich auf die materielle
Sicherung begrenzt. Sozialpolitik umfasst nicht nur, wie häufig angenommen, die
Altenhilfe, sondern auch finanzielle Pflege, Gesundheit Wohnen, Kultur und
Bildung.
Zielgruppen der Sozialpolitik für ältere Menschen:
Die Zielgruppe der Altenpolitik sind vor allem
Menschen, die sich mit alterstypischen Problemsituationen konfrontiert sehen,
wobei hier die sozial schwächeren im Vordergrund stehen. Soziale Schwäche kann
sich in den verschiedensten Bereichen zeigen, wie zum Beispiel durch der
Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt oder durch den Verlust des Partners und
dazuführende Isolierung.
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